Immer noch gut

10 11 2009

Die Studie von PriceWaterhouseCoopers zu alternativen Konfliktlösungsmodellen stammt zwar aus dem Jahre 2005 und scheint daher etas angestaubt zu sein.

Tatsächlich aber bietet sie auch für heutige Verhältnisse ein unglaublich gut aufgearbeitetes Material. Das zentrale Ergebnis – nämlich dass in den Unternehmen Wunsch und Wirklichkeit auseinanderfallen, hat auch heute noch Bestand.

Insgesamt bietet die Studie reichlich Ansatzpunkte – von der Konfliktlösungsstrategie zwischen Unternehmen und dem dort vorhandenen Optimierungspotential bis hin zur Verbesserung innerbetrieblicher Kommunikationswege. So ist eine enge Absicherung der Rechtslage unabdingbar, wenn es darum geht, Verhandlungsoptionen überhaupt erst zu eröffen. So verwundert es nicht, dass eine frühzeitige Einbindung von rechtlicher Unterstützung im Vorfeld der Konfliktklärung angestrebt wird.

Die Studie steht hier auf den Seite von PWC zum download bereit.





Update: Die fünf Phasen der Mediation

7 11 2009

Zur Übersicht über die fünf Phasen der Mediation haben wir jetzt hier einen flyer zum download bereitgestellt:

flyer fünf phasen

 





IHK in Berlin setzt auf Mediation im Baubereich

7 11 2009

Das ist das Fazit einer Veranstaltung der IHK Berlin.

Der Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, erklärte die zunehmende Bedeutung der Mediaiton gerade im Baubereich. Ausschlaggebend ist für ihn, dass Meinungsverschiedenheiten zwischen am Bau beteiligten Personen in jeder Phase des Baues gravierende Folgen zeitigen können.

Hier sei die Chance groß, mit Mediation schnell eine Lösung zu erarbeiten. In der Regel sei bei den an der Ausführung beteiligten Menschen und Firmen die Zielsetzung gleichgerichtet: Qualität bei der Bauausführung und zügige Fertigstellung des Projektes.

Bei einer Informationsveranstaltung der IHK Berlin waren mehr als 70 Architekten und Bauunternehmer zugegen.

Mehr dazu gibt es hier in der Pressemitteilung der IHK Berlin.

 

 





Datenschutz im Brennpunkt: Veranstaltung in Reutlingen

5 11 2009

Am Mittwoch, den 11.11.2009 findet in den Räumen der Kreishandwerkerschaft in Reutlingen eine Vortragsveranstaltung aus der Reihe „Datenschutz im Brennpunkt“ mit unseren Datenschutz-Experten Alfred Emhardt und Ulrich Etzel statt.

Nachstehende Themen werden behandelt werden:

- Wie können Mitarbeiter im Sinne des Datenschutzes instruiert werden?

 

- Was sind personenbezogene Daten?

- Richtlinien  zur Bearbeitung von personenbezogenen Daten.

- Wann ist die Bestellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten zwingend?

- Coaching des betrieblichen Datenschutzbeauftragten.

- Rechnet sich ein externer Datenschutzbeauftragter?

- Wie erkennen Sie den Mehrwert von Datenschutz für Ihr Unternehmen?

- Konsequenzen und Auswirkungen bei Unterlassung von normierten Verpflichtungen?!

- Wie ist eine zufriedenstellende Akzeptanz von außen ( Banken, Behörden,   Kunden usw.) zu erreichen bzw. zu gewährleisten?

- Tipps und Tricks für die Praxis

Beginn der Veranstaltung ist um 19:00 Uhr. Die Kreishandwerkerschaft befindet sich im Haus der Innungen in der Lindachstraße 37 in Reutlingen. Die Teilnahmegebühr beträgt EUR 10,00.

Eine Anfahrtskizze findet sich auf der Internetpräsenz der Kreishandwerkerschaft Reutlingen hier.





Handelsblatt: Warum man den Streit nicht immer vors Gericht tragen sollte

1 11 2009

Das Handelsblatt hat hier unter dem Titel: Mediatoren-Streit ist nicht immer ein Fall für das Gericht die Vorteile von alternativen Konfliktlösungsmodellen herausgestellt.

Das Blatt weist darauf hin, dass Streit in Unternehmerfamilien dazu führen kann, dass das Unternehmen in die Insolvenz gerät. Die Zeitung hat den Zwist innerhalb der Familien als einen der größten Wertvernichter ausgemacht.

 

 





wie – wo – was – warum

28 10 2009

Ein schönes Gedicht findet sich am Ende von Rudyard Kiplings Erzählung „Der Elefantenjunge“.:

Sechs treue Diener habe ich:
(sie lehrten all’s mich, was ich weiß)
Sie heißen Was und Wo und Wann
und Wie, Warum und Wer.
Ich schick’ sie über Land und Meer
Ich schick’ sie Ost und West;
Doch wenn die Arbeit fertig ist,
dann gönne ich ihnen Rast.

Sie haben frei von neun bis fünf,
weil ich dann tätig bin,
und auch zu Frühstück, Mittag, Tee
weil sie hungrige Männer sind.
Doch anders denke andere Leut’
Ich kenn’ eine kleine Person -
Die hält zehn Millionen Diener
Die niemals frei bekomm’!
Sie schickt sie in die weite Welt
Aus Eigennutz – und windesschnell:
Eine Million Wie, zwei Millionen Wo,
und sieben Millionen Warum!

 

.. und wie ich finde – eine schöne Ergänzung zum vorangegangenen Artikel über Fragen- Zuhören – Zusammenfassen.

 





Fragen – Zuhören – Zusammenfassen

28 10 2009

Im Konfliktbearbeitungsprozess sind drei verschiedene Tätigkeiten von besonderer Bedeutung. Allen dreien ist gemeinsam, dass sie zwar ein aktives Tun erfordern, welches aber grundsätzlich anders ausgeprägt ist.

Aufgabe in der Mediation ist es nun, diese drei Prozesse anzuregen, zu unterstützen und zu begleiten

Die richtige Fragetechnik ist hierbei eine Kunst – denn gekonntes Fragestellen eröffnet dem Gefragten die Horizonte, die der Konflikterhellung dienen können.

Hierbei ist zu beachten, dass wir von folgender Grundannahme ausgehen: Wir als aktive Subjekte stellen Fragen an unsere Umgebung – denn uns stellt sich eine bestimmte Situation in einem ganz bestimmten Kontext dar. In den seltensten Fällen geht es nun um Feststellungen einer unumstößlichen objektiven Wahrheit. Meist werden Eindrücke und Erfahrungen überlagert von subjektiven Empfindungen oder in einen bereits vorhandenen Bestand an ähnlichen Erfahrungen und Eindrücken eingelagert.

Die Fragen, die wir nun stellen, sind gleichfalls in einem entsprechenden Kontext eingebettet. Denn auf die Frage erwarten wir ein feed-back – welches dann wiederum an die mit der Frage verbundenen Erwartungen verknüpft wird. Je nach dem, wie die mit der Frage verbundene Erwartung nun erfüllt oder enttäuscht wird, entscheidet sich, wie weiter gefragt werden wird.

So gesehen lassen sich nun verschiedene Fragetypen klassifizieren – von der offenen Frage, die einem breiten Spektrum Raum lässt bis hin zu der Suggestionsfrage.

Einen interessanten Beitrag hierzu hat Alan Sharland hier unter dem Titel „questionning“ veröffentlicht.

 

Fast noch schwieriger als das Fragen gestaltet sich das – aktive – Zuhören und das Zuhören – können. Denn das richtige aktive Zuhören verlangt, dass das vom Sender mitgeteilte vom Empfänger so verstanden werden kann, wie es vom Sender verlangt wird. Das hört sich zwar zunächst einfach an, problematisch aber ist es, wenn die Filter zwischen Sender und Empfänger nicht oder nicht richtig funktionieren.

Genau hier haben wir eines der zentralen Probleme, mit dem wir  in der Mediation arbeiten müssen. Denn die Diskommunikation und das Nichtverstehenkönnen oder Nichtverstehenwollen sind ja die Hintergründe dafür, dass die Parteien ohne Hilfe nicht zurande kommen.

Das aktive Zuhören bedeutet auch, dass der Sender darin unterstützt wird, sich so zu artikulieren, dass das Gesendete und das Empfangene eine größtmögliche Übereinstimmung erhält.

Alan Sharland hat hier weitere Überlegungen unter der Überschrift „listening“ zusammengefassst.

 

Zuhören und Fragen verlangt ein gegenseitiges Senden und Empfangen – und damit ein gekonntes und richtiges Zusammenfassung des Erfahrenen.

Hierzu gehört neben der Wiedergabe des akkustisch Vernommenen auch die Wiedergabe der nonverbalen Äußerungen – wie beispielsweise Tonfall oder Körperhaltung.

Und besonders wichtig ist das permanente Überprüfen ob das Vernommene auch so gesendet werden sollte – also das dauerhafte Infragestellen der eigenen Wahrnehmung und die zugehörige Evaluation.

 

Nachdem nun die Medianten im Verlaufe des Prozesses zunehmend befähigt werden sollen, die gestörte Kommunikation zwischen ihnen wieder herzustellen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die oben genannten Punkte nicht nur zwischen Mediator und derzeitigem Gesprächspartner beachtet werden, sondern dass darauf geachtet wird, dass der jeweils andere Partner bei diesem Prozess mitgenommen wird und auf Augenhöhe bleibt. Es handelt sich daher um ein mehrdimensionales in sich vernetztes Kommunikationsmodell.

 

 





Zwangsversteigerungen und kein Ende – Königsweg Mediation ?

27 10 2009

Bei genauer Beobachtung der Entwicklung in den Vereinigten Staaten wird offenbar die Mediation als Königsweg aus den Problemen, die bei der massenhaften Zwangsversteigerung von Immobilien in Folge der Immobilienkrise auftreten, gesehen.

Hier ist nun ein Artikel, der sich mit dem Gesetzgebungsverfahren in Maryland auseinandersetzt – und hier auch einmal in erfreulicher Deutlichkeit die verschiedenen Positionen, Hintergründe und Beweggründe beleuchtet.

Ich habe mich bereits hier mit diesem Thema auseinandergesetzt.





Hier zwitschert Steinbeis

24 10 2009

Das Neueste vom Steinbeis-Beratungszentrum für Unternehmens- und Kommunikationsentwicklung zwitschert jetzt auch hier.

Follow us !





Mediation: Was es NICHT ist

23 10 2009

Da habe ich hier im Netz einen schönen Artikel gefunden: Alden Swan schreibt in seinem blog: That’s Not Mediation und bringt einige Praxisbeispiele, die am amerikanischen System aufzeigen, was als Mediation gehandelt wird, aber in Wirklichkeit was völlig anderes ist.