Das Forscherteam von Daniel Druckmann und Tatsushi Tarai von der George Mason University, Fairfax und George N. Druckmann von der University of Minnesota in Minneapolis hat eine Untersuchung vorgelegt, die sich mit dem Einsatz von e-Mediation beschäftigt.
Sie legen die Ergebnisse von drei Experimenten vor, in denen sie einen elektronischen Mediator, ein web-basiertes tool getestet haben. Dieses Tool bearbeitet die Teilbereiche Diagnose, Analyse und Beratung.
Die Ergebnisse sind auf den ersten Blick recht verblüffend.
Allerdings weicht das Erstaunen, wenn man sich vor Augen führt, dass die Mediation ein klar strukturierter Prozess ist. Diagnose und Analyse beruhen eben hauptsächlich auf Erfahrung vor wissenschaftlichem background. Die Beratung tritt in den Hintergrund, sollen doch die Medianten in die Lage versetzt werden, selbstbewußt und selbstverantwortlich ihren Konflikt zu lösen.
Webbasierte tools können hierbei durchaus hilfreiche Dienste leisten – in Form von statistischen Auswertungen, Datenanalysen und vieles mehr. Was den Maschinen aber fehlt, ist die Intuition, der menschliche Faktor schlechthin.
Deswegen wird es wohl nicht soweit kommen, dass in absehbarer Zeit der menschliche Mediator von Maschinen abgelöst werden wird.
[...] 22 10 2009 Ob das geht oder nicht oder gegebenenfalls wie – dazu habe ich im Steinbeis-blog ein paar Gedanken veröffentlicht – mit einem link zu einer wissenschaftlichen Untersuchung [...]